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Mit Fruchtsaft-Punsch fit durch den Winter
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Bei nasskaltem Nebel oder frostiger Kälte ist die Sehnsucht nach Wärme, Gemütlichkeit und einem heißen Getränk groß. Jetzt haben heißer Tee und Punsch Hochsaison. In vielen Gegenden haben sich Punsch & Co. als Wintergetränke etabliert. Namen gibt es dafür ebenso viele wie Rezepte. Was für die Österreicher der Jaga- oder Jagertee, ist für die Finnen der Glögg, der von der Tradition her eng mit dem Luciafest verbunden ist. Weitere Varianten sind die Feuerzangenbowle oder der Eierpunsch. Punsch hat auch in Deutschland eine lange Tradition. Noch um 1900 begrüßte man das Neue Jahr mit Punsch statt mit Sekt. Im 17. Jahrhundert brachten Seefahrer das Rezept mit nach Deutschland. Die Wurzeln des „Punsches“ jedoch gehen auf ein alkoholisches Heißgetränk zurück, das aus Indien stammt. Punsch, nach Hindi pâñè bedeutet übersetzt „Fünf“. Er wurde aus fünf Zutaten hergestellt: Arrak (ein Anisschnaps), Zucker, Zitronen, Tee oder Gewürze und Wasser. Früher wie heute haben Punsch & Co. vor allem ein Ziel: Sie spenden Wärme in der kalten Jahreszeit. Und wer einmal eine Mischung aus Fruchtsäften und Gewürzen, mit Nüssen und Rosinen probiert hat, weiß, dass ein Früchtepunsch auch ganz ohne Alkohol eine wunderbare Wärme erzeugen kann und herrlich schmeckt. Mit der Vielfalt an Fruchtsäften und -nektaren könnte man an jedem Wintertag ein neues Rezept ausprobieren.
Fruchtsäfte & Co. als wertvolle Basis
Unzählige Fruchtarten sind die Basis für die beliebten wärmenden Getränke. Von den traditionellen Fruchtsäften, wie Orangen-, Apfel- oder Traubensaft, bis zu den exotischen Fruchtsäften und -nektaren wie Cranberry, Acerola, Goji, Cherimoya, Graviola oder Guave. Auch lang vergessene Fruchtarten wie Sanddorn oder Holunder kommen heute wieder in Mode. Während Fruchtsaft aus 100 Prozent flüssigem Obst besteht, werden Fruchtnektare aus Fruchtsaft, Wasser und/oder Zucker hergestellt. Aus säurereichen Obstarten, wie Sauerkirschen oder schwarze Johannisbeeren, und aus besonders fruchtfleischhaltigen, wie Bananen, stellt man Fruchtnektar her. Sie müssen je nach Sorte mindestens zwischen 25 und 50 Prozent Frucht enthalten. Diese Mindestwerte sind in der „Fruchtsaftverordnung“ festgelegt. In der Praxis ist der Fruchtgehalt jedoch oft höher. Der Fruchtgehalt wird immer auf dem Etikett angegeben. Für Heißgetränke sind sowohl Fruchtsäfte als auch -nektare hervorragend geeignet.
Wertvolle Inhaltsstoffe für den Winter Mit Vitaminen kommt man gut durch den Winter, bleibt fit und kann die Freuden des Winters auch in vollen Zügen genießen. Fruchtsaft zählt in Deutschland z. B. zu den wichtigen Vitamin-C-Spendern. Legt man den durchschnittlichen Fruchtsaftkonsum der Deutschen zu Grunde, so nehmen sie mit Apfel-, Orangen-, Trauben- und Multivitaminsaft täglich 13,5 mg Vitamin C auf. Vitamin C fördert die Infektabwehr und beugt dadurch Erkältungen vor. Der Vitamin C-Gehalt und die Fruchtsäuren in Fruchtsäften steigern darüber hinaus die körpereigene Eisenaufnahme und fördern damit Konzentration und Leistungsfähigkeit. Zusätzlich sind Fruchtsäfte hervorragende Lieferanten Sekundärer Pflanzenstoffe. Roter Traubensaft enthält reichlich Polyphenole, die das Immunsystem stärken, da sie den Abbau schädlicher Stoffe im Körper, der sog. freien Radikalen, fördern können.
REZEPTIDEEN FRUCHTSAFT-PUNSCH
Orangenpunsch mit Ingwer und Zitronengras
ZUTATEN für 4 Gläser: 1 Blutorange, unbehandelt 80 g frischer Ingwer 8 Stängel Zitronengras 140 g Palmzucker (ersatzweise brauner Zucker) je 400 ml Blutorangen- und rosa Grapefruitsaft 100 ml Orangen-Sanddornnektar
ZUBEREITUNG: Orange heiß waschen, dann trocknen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Ein schönes Stück Ingwer längs ebenfalls in vier dünne, dekorative Scheiben schneiden, den Rest grob raspeln (mit Schale!). Das Zitronengras, bis auf vier Stängel zum Garnieren, klein schneiden und in einem Mörser leicht zerdrücken. Zusammen mit dem geraspelten Ingwer, Palmzucker und den Säften sowie dem Sanddornnektar bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzen. Dann den Herd ausschalten, zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein feines Sieb passieren. Zusammen mit dem restlichen Zitronengras, den Ingwer- und Orangenscheiben garnieren und servieren. TIPP: Statt des Blutorangensaftes kann man auch Orangensaft nehmen!
Gepfefferter Orangen-Kirschpunsch
ZUTATEN für 4 Gläser: 1 EL schwarzer Pfeffer 120 g brauner Zucker 60 g getrocknete Sauerkirschen (oder Sauerkirschen aus dem Glas) 500 ml Orangensaft 300 ml Sauerkirschnektar 4 grüne Pfefferrispen
ZUBEREITUNG: Den Pfeffer in einem Mörser zerstoßen und in einen Teebeutel geben. Zusammen mit Zucker, Sauerkirschen, Orangensaft und Sauerkirschnektar bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzen, dann den Herd ausschalten und zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Anschließend den Teebeutel entfernen und nach Wunsch mit Pfefferrispen garnieren. TIPP: Es lohnt sich, verschiedene Früchte und Gewürze neu zu kombinieren. Apfelsaft schmeckt ebenso gut mit Zitronengras und getrockneten Kumquats
Apfel-Birnenpunsch mit getrockneten Cranberries und gerösteten Pinienkernen
ZUTATEN für 4 Gläser: 60 g Pinienkerne 1 Birne, z. B. Williamsbirne 2 TL Zitronensaft 300 ml Apfelsaft 500 ml Birnensaft 4 Stangen Zimt 100 ml Ahornsirup
ZUBEREITUNG: Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Die Birne in dünne Scheiben schneiden und mit Zitronensaft bestreichen. Die Säfte zusammen mit Zimt und Cranberries bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzen, dann den Herd ausschalten und zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Mit Ahornsirup süßen und zusammen mit den gerösteten Pinienkernen sowie den Birnenscheiben servieren. TIPP: Fruchtsäfte und -nektare bei der Zubereitung nur einmal kurz erhitzen. So bleiben möglichst viele wertvolle Inhaltsstoffe erhalten. Es ist ratsam, fertigen Punsch bei Bedarf lieber noch einmal kurz zu erhitzen statt ihn lange heiß zu halten. |
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